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Brauereigaststätte Dinkelacker

[Stuttgart]

Wir wären nicht auf die Idee gekommen hier einfach so hinein zu spazieren. Denn wenn man von außen in die große „Halle“ schaut, sieht es irgendwie nach Konfirmationsfeier aus oder wo Oma und Opa ihre goldene Hochzeit feiern würden.

Eine Freundin hat zu ihrem Geburtstag geladen und so sitzen wir zwischen den Schnitzel- und Pommesverdrückenden Kiddis, die mit ihren Eltern im verwinkelten Saal verteilt sind. Hier und dort ein Stammtisch – klar, bietet sich an, bei der Bierauswahl. Ich bekomme ein Weißweinschorle und staune, dass es [total unschwäbisch] bis zum Rand gefüllt ist. Schmecken tut es auch. So, jetzt bestellen … Aber WAS? Bin völlig überfordert mit der Karte. Schaue zu Udo – ja er ist auch überfordert. Ich entscheide mich für Fisch – aber was bedeutet „kleine Portion“ und „große Portion“? Hm, nehm ich halt die Große. Bin ja auch groß. Statt Reis bekomme ich auf Wunsch Gemüse. Ich freue mich.

Rostbraten wird am Tisch bestellt, ebenso Schnitzel mit Pommes oder Kroketten [Kroketten: für mich ein Mysterium!]. Davor gitbt´s nen gemischten Salat. Der Salat ist OK. Etwas einfach, dennoch frisch. Der Fisch ist außen knusprig und innen zart, aber irgendwie nicht der Burner. Mir wird die Frage gestellt, ob ich TK-Gemüse auf dem Teller habe. Ich verneine. Denn ich bin mir sicher, dass die sich das hier nicht trauen. Außerdem ist das Gemüse nicht zu weich und ist zusätzlich sogar ganz gut gewürzt. Mein Tischnachbar ist verwirrt, dass er Preiselbeeren zum Schnitzel bekommt – isst jedoch alles brav auf. Die Teller sind leer und alle sind satt.

So jetzt brauchen wir nen Schnaps. Was Gutes. Wir bestellen Schlehe.
Nein, gut ist der nicht. Wir verziehen kollektiv das Gesicht und machen uns auf, in eine Bar mit richtig gutem Schnaps.

 

allesesser Bewertung: 3

 

 

 

 

 

 

 

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